Monument Hessen-Homburg 1622 - 2022
Basalt, 3-teilig, Säule A 255 x 80 x 70 cm, Säule B
205 x 94 x 70 cm und Säule C 318 x 40 x 44 cm
Bürgerdenkmal zum 400-jährige Gründungsjubiläum der Landgrafschaft Hessen-Homburg im Jahr 2022
Erworben mit Unterstützung von mehreren Spenderinnen und Spender und diverser Firmen
Standort: Kurhausgarten
Der Bildhauer Georg Hüter, der sich für seine Arbeiten vielfach von Geschichte und Literatur inspirieren lässt, hat aus eigenem Antrieb eine Großskulptur zum 400-jährigen Gründungsjubiläum der Landgrafschaft Hessen-Homburg geschaffen. Die dreiteilige Skulpturengruppe aus Basalt, deren Erwerb weitgehend durch bürgerschaftliches Engagement ermöglicht wurde, lädt zum Nachdenken über die Geschichte ein und lässt dem Betrachter Spielräume für eigene Interpretationen jenseits der behaupteten Eindeutigkeit klassischer Denkmalskultur. Das Monument besteht aus zwei stehenden und einer liegenden Basalt-Stele. Alle drei Stelen verbindet die äußere Gestaltung: Sie erinnert an die aus dem Basaltmassiv herausgesprengten, vulkanischen Hartgesteine. Partiell und in unterschiedlichen Formen sind die Stelen anschließend geschnitten und poliert worden. Der matte, unbehauene Stein mit seiner grauen, unregelmäßigen Oberfläche wird in Teilen – nur durch die bildhauerische Bearbeitung – vollkommen verwandelt. Der Blick wird nun auf die dem Basalt eigenen glatten, tiefschwarzen Stellen gelenkt. Ihre Form und Größe ist Ergebnis eines künstlerischen Eingriffs – und nur durch diesen wird die dem Material eigene Wandlungsmöglichkeit sicht- und erlebbar.
In der Positionierung des Monuments durch zwei aufragende und eine liegende Stele wird symbolhaft Bezug auf das Haus Hessen-Homburg und seine regierende Fürstenlinie genommen, die 1866 ausstarb.